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In der Dschungelschule des Auswilderungsprojektes für Sumatra Orang-Utans werden konfiszierte, illegal gehaltene Orang-Utans auf ein selbständiges Leben im Wald vorbereitet.

Die private Haltung von Orang-Utans ist in Indonesien schon seit langer Zeit gesetzlich verboten, aber noch immer ist es zu einfach einen jungen Orang-Utan als Haustier zu bekommen. Der Fang junger Orang-Utans ist grausam: Um an die Kleinen zu kommen, wird die Mutter erschossen. Für jeden Orang-Utan auf dem Markt müssen in der Regel fünf Tiere sterben – durch mangelnde Haltungsbedingungen auf dem Weg aus dem Wald, in den Fängen der Zwischenhändler oder auf dem Markt, bis sich ein Kunde findet.

Vom Sumatra-Orang-Utan ist allein in den letzten 20 Jahren die Hälfte verschwunden. Die aktuellen Zahlen (2015) gehen von etwa 14.600 Individuen aus – Tendenz konstant fallend. Von der wiederangesiedelten Population in Bukit Tigapuluh abgesehen, leben alle im Norden der Insel, im Leuser Ökosystem und in der Region Batang Toru.
75 Prozent der Orang-Utans leben außerhalb von Schutzgebieten und ihr Lebensraum verschwindet dramatisch schnell. Hinzu kommt, dass sie im Wesentlichen auf Tieflandregenwald angewiesen sind und große Streifgebiete brauchen. Auch ihre geringe Fortpflanzungsrate macht die großen Menschenaffen extrem anfällig. Orang-Utan-Weibchen bekommen nur alle sechs bis neun Jahre Nachwuchs, denn so lange bleibt ein Jungtier normalerweise bei seiner Mutter. So lange braucht es, bis es von Mama gelernt hat, wie das Orang-Utan-Leben im Wald funktioniert.

Das Auswilderungsprojekt für Sumatra Orang-Utans ist eine Kooperation der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt mit dem Indonesischen Generaldirektorat für Forst- und Naturschutz (PHKA) und der Schweizer PanEco Stiftung. Um eines der letzten und artenreichsten Tieflandregenwaldgebiete Sumatras zu bewahren, wurde das Orang-Utan-Programm inhaltlich erweitert zu einem Schutzprogramm für das gesamte Bukit Tigapuluh Ökosystem (Bukit Tigapuluh Landscape Conservation Programme).

Das Training in der Dschungelschule dauert etwa 4 Monate, je nach individuellem Bedarf des Tieres. Nach der Auswilderung werden die Orangs noch lange in ihrem natürlichen Lebensraum beobachtet, um sicherzustellen, dass sie mit ihrem neuen Leben in Freiheit gut zurecht kommen. 

Bitte helfen Sie, den Unterhalt und das Training der jungen Orang-Utans, die häufig auch körperlich unter den Folgen falscher Haltung leiden, zu sichern. Jede Spende hilft und fließt zu 100 Prozent in das Projekt! Herzlichen Dank.
Projektort: Danau Alo, Bukit Tigapuluh, Sumatra, Indonesien

Ansprechpartner:

S. Steiger

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